InfectoGreen

Die unternehmensweite Initiative für mehr Umwelt- und Klimaschutz bei InfectoPharm

InfectoGreen auf einen Blick

  • Unternehmens-Initiative: InfectoGreen ist eine interne Aktion des Unternehmens InfectoPharm. Sie dient dazu, Ideen zum schonenden Umgang mit Ressourcen im gesamten Unternehmen zu sammeln, als konkrete Maßnahmen zu formulieren und kontinuierlich umzusetzen. Dazu gehören auch Partnerschaften, wie die mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair.
  • Aktueller Schwerpunkt Vermeidung vor Ort: Wir reduzieren unsere unternehmensweiten Treibhausgasemissionen kontinuierlich – unter anderem durch den vollständigen Bezug von Ökostrom, den Ausbau von PV-Anlagen und den bewussten Verzicht auf einen pharmatypischen Außendienst.
  • Transparenz und Verantwortung: InfectoPharm bilanziert seinen Energie- und CO₂-Fußabdruck auf Basis normierter Energieaudits (DIN EN 16247-1). Für unvermeidbare Restemissionen leisten wir einen finanziellen Klimabeitrag in ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt, das höchste Standards erfüllt (Regelwerk des Pariser Klimaabkommens).

Wie sieht der aktuelle CO₂-Fußabdruck unseres Unternehmens aus?

Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist ein mittelständisches Pharmaunternehmen mit rund 300 Mitarbeitenden am Firmenhauptsitz Heppenheim. Auf unserem Weg zur kontinuierlichen Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen setzen wir konsequent auf erneuerbare Energien und involvieren für unvermeidbare Restemissionen ein hochwertiges, zertifiziertes Klimaschutzprojekt. Dies gilt auch für unser lokales Tochterunternehmen Pädia. Neben noch nicht vermeidbarem CO₂ fallen an unserem Standort keine weiteren klimaschädlichen Treibhausgase an.

Energieaudits

Im Rahmen eines Energieaudits im Dezember 2024 durch die Firma a-energen GmbH, Mannheim (nach DIN EN 16247-1: 2022-11) wurden die Energieverbräuche und CO₂-Emissionen unseres Unternehmenssitzes umfassend erfasst. Demzufolge konnten wir unsere direkten und energiebedingten indirekten CO₂-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2019 (300 t) um rund 46% reduzieren.

Unseren Strom beziehen wir vollständig aus erneuerbaren Energiequellen, sodass dieser größte Energieträger im Betrieb keine direkten Emissionen mehr verursacht. Für die verbleibenden 162 t CO₂ – im Wesentlichen aus Erdgas für die Gebäudeheizung (91%) und dem Fuhrpark (9%) – leisten wir einen finanziellen Klimabeitrag (s.u.). Um unsere direkten Emissionen in Zukunft weiter zu senken, haben wir eine Photovoltaikanlage (ca. 95 kWp) installiert und rüsten die Beleuchtung kontinuierlich auf LED-Technik um.

Warum hat die Vermeidung von Emissionen höchste Priorität?

Zum Projektstart unserer Unternehmensinitiative InfectoGreen haben wir die größten Einsparpotenziale identifiziert und orientieren uns seither konsequent an der Hierarchie: Vermeiden vor Verringern. Die Vermeidung von Emissionen hat für uns höchste Priorität, benötigt in der Umsetzung jedoch Zeit. Für die nach Ausschöpfen aller aktuellen technischen Möglichkeiten verbleibende Restmenge an CO₂-Ausstoß leisten wir einen entsprechenden finanziellen Klimabeitrag.

Wie übernehmen wir Verantwortung für unvermeidbare Restemissionen?

Um Verantwortung für unvermeidbare Emissionen zu übernehmen – wie sie beispielsweise in der CO₂-intensiven Logistik anfallen (rund 200 Tonnen/Jahr) – arbeiten wir seit 2019 mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair zusammen.

Wir haben uns dabei bewusst für das internationale und auf höchstem Niveau zertifizierte Projekt „Effiziente Öfen für Ruanda“ entschieden: Das Projekt ist sowohl unter dem Clean Development Mechanism (CDM) als auch dem Gold Standard (GS) registriert und entspricht dem strengen Regelwerk des Pariser Klimaabkommens, wonach eine Doppelzählung der CO₂-Minderung in Ruanda ausgeschlossen ist. Dies belegt die höchste Qualität der von uns finanzierten CO₂-Einsparungen.

 

Unser Engagement besteht aus:

  • Freiwilliger Klimabeitrag (laufend): Für den im Audit errechneten jährlichen Fußabdruck von 162 Tonnen CO₂ leisten wir einen regulären Grundbeitrag von 3.700 € jährlich. Wir erhöhen diesen Betrag freiwillig auf 25.000 €, um damit CO₂-Zertifikate im Gegenwert von insgesamt über 1.000 Tonnen CO₂ aus dem globalen CO₂-Handel zu tilgen. 2025 finanzierte InfectoPharm über atmosfair so die Einsparung von rund 833 Tonnen Treibhausgasemissionen.
  • Zusätzliche Spende: Mit weiteren 25.000 € jährlich unterstützen wir noch bis Ende 2026 das langjährige, von uns favorisierte Klimaschutzprojekt „Effiziente Öfen für Ruanda“.

Zusammenfassung unserer Aktionen

Das vergleichsweise dicht bevölkerte ostafrikanische Land Ruanda gehört nicht nur zu den „am wenigsten entwickelten Ländern weltweit“ (Quelle: UN), es beherbergt zudem Geflüchtete aus dem östlichen Kongo und dem benachbarten Burundi. Dies erhöht den Druck auf die begrenzten natürlichen Ressourcen wie Brennholz massiv. Mit unserem Engagement möchten wir genau dort ansetzen, wo ökologische Entlastung und humanitäre Hilfe Hand in Hand gehen. Die Edelstahlöfen werden in Ruanda selbst zusammengebaut und vertrieben, was lokale Arbeitsplätze schafft.

Nach und nach ersetzen sie die dort noch weit verbreiteten offenen Feuerstellen. Der Effekt ist dreifach:

  • Klimaschutz: Da die Öfen 80 % weniger Brennholz benötigen, reduzieren sie den CO₂-Ausstoß eines Haushaltes beim Kochen pro Jahr um 2 bis 3 Tonnen.
  • Gesundheit: Sie senken die Rußentwicklung und fördern damit maßgeblich die Gesundheit der Familien – ein Anliegen, das uns als Gesundheitsunternehmen besonders wichtig ist.
  • Soziale Teilhabe: Durch die Subventionierung aus den Förder- und Spendengeldern können auch einkommensschwache Familien diese über 10 Jahre haltbaren Öfen erwerben.

Beim Wirkstoffbezug und in der Produktion greifen wir seit Firmengründung nahezu ausschließlich auf deutsche und europäische Partner zurück. Dadurch profitieren wir von kurzen Transportwegen, hohen Qualitätsstandards und belastbaren Lieferketten. Auch wenn die Emissionen von Nachunternehmen außerhalb unseres direkten Bereichs liegen, tauschen wir uns eng mit unseren Partnern aus, um die Klimabilanz der gesamten Wertschöpfungskette durch gemeinsame Lösungen schrittweise zu verbessern.

Für den jährlichen Strombedarf von rund 1.400.000 kWh sind wir 2020 zum Ökostrom-Plus-zertifizierten Anbieter KlimaInvest in Kooperation mit GGEW gewechselt. KlimaInvest bezieht 100 % der Energie aus regenerativen Ressourcen (Wasser-, Wind- und Sonnenkraft) und garantiert, dass mindestens 33 % der Energie aus Anlagen stammt, die nicht älter als sechs Jahre sind. So fördern wir den Ausbau erneuerbarer Energien direkt.

Eine unserer effektivsten Vermeidungsstrategien ist der bewusste Verzicht auf einen Außendienst bei niedergelassenen Ärzten und Apothekern. Ein Pharmaunternehmen unserer Größe würde branchenüblich etwa 55 Außendienstmitarbeitende unterhalten, die durchschnittlich 50.000 km Fahrstrecke pro Jahr zurücklegen. Bei einem angenommenen Diesel-Verbrauch von 6 Litern auf 100 Kilometern (Faktor 2,64 kg CO₂ pro Liter) vermeiden wir so strukturell den Ausstoß von rund 435 Tonnen CO₂ pro Jahr.

InfectoGreen – die unternehmensweite Mitmachaktion

Jede Idee zählt

InfectoGreen entstand 2019 aus einem internen Ideenwettbewerb. Von den damals eingereichten ca. 150 Ideen wurden nach thematischer Bündelung rund 100 zur Umsetzung freigegeben. Bis Mitte 2026 wurden davon 90 % erfolgreich in den Betriebsalltag integriert. Wir sammeln kontinuierlich weitere Vorschläge unserer Mitarbeitenden, um praktisches Ressourcenwissen im Unternehmen, aber auch im privaten Umfeld zu fördern.

 

Welche konkreten Nachhaltigkeitsziele verfolgen wir als Nächstes?

Unternehmerische Verantwortung ist für uns als Familienunternehmen in der Gesundheitsbranche ein fortlaufender Prozess. Als nächste konkrete Schritte werden wir:

  • den Anteil selbst erzeugter erneuerbarer Energien ausbauen (z. B. durch zusätzliche Photovoltaik-Anlagen),
  • bei Dienstreisen die Nutzung der Bahn weiter priorisieren (verbunden mit einer bereits erfolgten Reduzierung des Firmenfuhrparks) und Inlandsflüge vermeiden,
  • die Gebäudetechnik bei unserem zweiten Tochterunternehmen, die Beyvers GmbH in Berlin, modernisieren und auch dort verstärkt auf erneuerbare Energien umstellen.

 

Welche konkreten Angebote macht InfectoPharm den Mitarbeitenden?

Klimaschutz und Gesundheitsthemen greifen bei InfectoPharm ineinander. Um den Alltag unserer Mitarbeitenden im Sinne der Nachhaltigkeit zu gestalten, bieten wir greifbare Vorteile:

  • Subventioniertes Jobrad
  • Flexible Homeoffice-Regelungen (bis zu dreimal wöchentlich, spart Pendelstrecken)
  • PKW-Ladestationen auf dem Campus
  • Wöchentlicher Veggie-Day in der Kantine
  • Sporthalle mit Angeboten von Volleyball, Badminton, Tischtennis, Basketball, Fußball, sowie Yoga und Laufgruppen
  • Kurze Wege: Unsere firmeneigene Kinderkrippe InKi ist direkt fußläufig erreichbar.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu InfectoGreen

Nein. Wir verzichten ganz bewusst auf den Begriff „klimaneutral“. Die Reduzierung von Treibhausgasen ist ein fortlaufender Prozess. Selbst bei größter Anstrengung lassen sich Emissionen im Unternehmensbetrieb (z. B. durch Logistik oder Gebäudeheizung) aktuell nicht auf null senken. Wir evaluieren unseren Fußabdruck mit Daten, senken ihn kontinuierlich und leisten für die Restemissionen einen finanziellen Klimabeitrag über ein zertifiziertes Projekt.

Der Außendienst ist in der Pharmabranche traditionell einer der größten Verursacher von CO₂-Emissionen durch den hohen Kraftstoffverbrauch der Firmenfahrzeuge. Wir haben uns bei InfectoPharm seit Firmengründung für ein anderes Kommunikationsmodell entschieden. Durch den bewussten Verzicht auf Besuche bei niedergelassenen Ärzten und Apothekern vermeiden wir den Ausstoß von rund 435 Tonnen CO₂ pro Jahr – das ist unser größter Einzelhebel im Klimaschutz.

Emissionen, die wir an unserem Firmenstandort verursachen, können physisch nicht ungeschehen gemacht werden. Deshalb sprechen wir von einem finanziellen Klimabeitrag. Wir übernehmen die finanzielle Verantwortung für unseren verbleibenden Ausstoß (2023 rund 160 Tonnen), indem wir in gleicher Höhe Projekte finanzieren, die global den Klimaschutz fördern – in unserem Fall über atmosfair. Da unser Partner dabei die strengen Regeln des Pariser Klimaabkommens erfüllt (Ausschluss von Doppelzählungen auf Länderebene), ist dies ein nachweislich hochwirksamer Beitrag zum globalen Klimaschutz. Freiwillig finanzieren wir über unsere Spendengelder sogar die Einsparung von deutlich mehr Emissionen, als wir am Standort emittieren.

Ja, das ist sogar ausdrücklich gewünscht! InfectoGreen ist aus einem internen Ideenwettbewerb entstanden. Bis heute prüfen wir kontinuierlich Vorschläge aus der Belegschaft. Wenn Maßnahmen zur Ressourcenschonung oder Förderung der Nachhaltigkeit (wie z.B. unseren Veggie-Day oder das subventionierte Jobrad) machbar sind, werden sie in den Betriebsalltag integriert.

Dieser Service steht Ihnen nicht zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an austria.kontakt@infectopharm.com

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