28.07.2023

Erster Runder Tisch beim DGKJ zu Kinderarzneimitteln

Lagerbevorratung von InfectoPharm am Standort Heppenheim

Aus dem Netzwerk – Was haben wir gelernt? Zu einem ersten, hochkarätig besetzten Runden Tisch zum Thema Arzneimittelknappheit hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) geladen. Am 25. Juli trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der pädiatrischen Fachgesellschaften, des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte, der Pharmaindustrie, des kinder- und jugendärztlichen Berufsverbands sowie Eltern.

Geplant war, alle Perspektiven zu hören und gemeinsam Lösungen zu finden, um schnellstmöglich Wege aus der zunehmenden Arzneimittelknappheit zu finden. Das Treffen verlief so erfolgreich, dass dieser Austausch fortan im Abstand von einigen Monaten wiederholt werden soll.

In diesem ersten Treffen trat auch Philipp Zöller als Vertreter der pharmazeutischen Hersteller auf und erläuterte am Beispiel der Penicillin-Säfte, warum sich immer mehr Produzenten von Kinderarzneimitteln vom Markt zurückziehen.

Die Mangellage bei Kinderarzneimitteln wird noch eine Weile angespannt bleiben – nicht nur im akuten, sondern auch im chronischen Bereich. Es gab aber auch positiv zu wertende Ausblicke. So könne das jüngst verabschiedete Arzneimittel-Lieferengpass-Bekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) durchaus zumindest kurzfristige Abhilfen schaffen. Auch werde u. a. an Frühwarnsystemen und einer verantwortlichen Steuerung der Bevorratung gearbeitet. Für die nächste Infektsaison allerdings mögen die ersten Maßnahmen noch nicht ausreichend greifen.

 

Weblink auf der Seite der DGKJ

DGKJ lud zum Runden Tisch Kinderarzneimittel-Engpässe

Ein Bericht über den Austausch zur Frage „(Wie) lassen sich Engpässe bei Kinderarzneimitteln zukünftig vermeiden?“

„Die extremen Lieferengpässe der letzten Monate nicht nur für Fiebersäfte und Antibiotika brachten am 25. Juli Vertreterinnen und Vertreter der pädiatrischen Fachgesellschaften, des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte, der Pharmaindustrie, des kinder- und jugendärztlichen Berufsverbands und von Elternvertretungen zusammen. Gemeinsame Frage des von DGKJ-Generalsekretär Burkhard Rodeck moderierten Runden Tisches: „(Wie) lassen sich Engpässe bei Kinderarzneimitteln zukünftig vermeiden?““

Protokoll von Dr. Sybille Lunau, DGKJ-Geschäftsstelle

28.07.2023

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