09.03.2025

Das richtige Rezept für die Führung

Abdruck aus „Die Presse“ – Christine Bellina kennt die Kultur in Konzernen, Start-ups und jüngst auch Mittelbetrieben. Seit Jahresbeginn führt sie die Geschäfte von InfectoPharm in Wien. Lesen Sie hier den Originalartikel.

Von Esther Reiserer

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktion
Originalartikel Das richtige Rezept für die Führung – DiePresse.com

Das richtige Rezept für die Führung

Die Pharmabranche kann ein hartes Pflaster sein. Sie ist schnell, komplex und innovativ. Arzneimittel zu produzieren, etwa gegen Schmerzen oder Infektionen, verlangt Verantwortungsbewusstsein und fachliche Kompetenz. Diese Mischung bewegte Christine Bellina, in die Medikamentenkunde einzusteigen.

Die Entscheidung zwischen Wirtschaft und Naturwissenschaften fiel zugunsten eines Pharmaziestudiums aus. „Das Verständnis darüber, wie Krankheiten entstehen, welche Auswirkungen sie im Körper haben – aber auch, welche die richtigen Strategien sind, um ein Produkt zu vermarkten, die Absatzmenge und Preisgestaltung in Betracht zu ziehen. Die Distribution, rechtliche Grundlagen, Vorgaben der Zulassungsbehörden. Dieser Reichtum an Herausforderungen reizt mich besonders.“

Christine Bellina (47) führt die Geschäfte der österreichischen Niederlassung von InfectoPharm

Kleines Team mit großer Kraft

1996 stieg sie als Referentin bei Merck Sharp & Dohme ein, lernte dort Konzernstrukturen und neue Herausforderungen kennen. „Faszinierend waren die Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.“ Später wechselte sie zum US-amerikanischen Gilead Sciences. „Aus der Rolle der Produktmanagerin stieg ich zur Abteilungsleiterin auf. Und wurde beauftragt, einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen.“

Dabei verlief nicht alles stets stringent und reibungsfrei. Wie es eben kommt, wenn die Komfortzone verlassen wird. „Ich fokussiere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann“, sagt die Kärntnerin. Sie habe durch Krisen und Veränderungen auch gelernt, geduldiger zu sein. Und an ihrem Führungsstil zu arbeiten. Offen zu kommunizieren und sich auch mal vulnerabel zu zeigen sei dabei wesentlich für sie. Dies gelinge ihr auch in der Rolle als Geschäftsführerin von InfectoPharm Österreich.

Seit Jahresbeginn zeichnet sie für die Geschäfte der österreichischen Niederlassung verantwortlich. „Hier ist die Strategie auf Beständigkeit aufgebaut. Ohne die Dynamik, die Innovationskraft zu mindern. Eingebettet in die Werte eines Familienunternehmens. Eine seltene und spannende Kombination. Für mich kann ich sagen, angekommen zu sein.“ Vieles ist neu, anderes längst bekannt. „Bisher habe ich nur mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu tun gehabt. Nun kommen rezeptfreie Präparate und Kosmetika hinzu.“

„Ich fokussiere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann.“

Chrstine Bellina, Geschäftsführerin InfectoPharm Österreich

Kleines Team, große Leistung

In der heimischen Niederlassung, die 2017 gegründet wurde und 30 Produkte vermarktet, führt sie ein Team von fünf Mitarbeitenden; bestehend aus Pharmareferenten und einem Marketing- und Vertriebsspezialisten. Insgesamt beschäftigt die InfectoPharm-Gruppe 450 Arbeitnehmer. Eine Unternehmensgröße, in der Fehler und Ineffizienz schnell sichtbar werden. Dementsprechend erfreut sei sie darüber, wie ehrgeizig ihre Kollegen sind. Und damit, dem Ehrgeiz, kennt sich die 47-Jährige aus. Schon das Studium hat sie mit Auszeichnung absolviert. „Im Unterschied zu großen Teams ist die Zusammensetzung hier so, dass jeder leistungsfähig und belastbar sein muss. Und auch bereit, verschiedene Aufgaben zu übernehmen – sich nicht nur auf die Jobfunktion zurückzuziehen.“

Apropos Rückzug. Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag findet die Pharmazeutin bei kreativen Tätigkeiten und privaten Aktivitäten. „Manchmal muss ich mich dazu ermahnen, nicht an den Job zu denken. Und an die Schicksale jener Personen, denen wir zu helfen versuchen. Schließlich sind wir auf die Entwicklung von Arzneimitteln spezialisiert, die auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind. Auch, um neue Therapiemöglichkeiten für junge Patienten zu finden.“

Impulse für Entwicklung setzen

So wird sie in ihrer neuen Funktion auch für die Weiterentwicklung der Produktportfolios zuständig sein. „Derzeit arbeiten wir unter anderem an einer Kooperation mit AudioCure Pharma. Dabei geht es um einen Wirkstoff, der jenen helfen soll, die einen Hörsturz erlitten haben. Die bisherigen Ergebnisse zeigen großes Potenzial.“

Vielversprechend sind auch die Geschäftsentwicklungen. Das internationale Geschäft sei ein Erfolgsfaktor des hessischen Mittelständlers und mache aktuell ein Drittel des Jahresumsatzes von insgesamt rund 300 Millionen Euro aus.

 

Zur Person

Christine Bellina (47) führt die Geschäfte der österreichischen Niederlassung von InfectoPharm. Die studierte Pharmazeutin hat die Verantwortung über fünf Mitarbeitende sowie die Weiterentwicklung des Unternehmens. Zuvor war die Kärntnerin u. a. bei Merck, Gilead Sciences und Galapagos tätig.

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