03.04.2023

Arzneimittelspenden für Erdbebenopfer in der Türkei

Das zerstörte Krankenhaus in Hatay. © Dr. Nesrin Usta

Aus dem Unternehmen – Am 6. Februar 2023 haben zwei Erdbeben der Stärke 7,7 und 7,6 Mw die Südosttürkei und den Nordwesten Syriens auf einer Strecke von mehreren hundert Kilometern erschüttert. Es folgten etliche Nachbeben, gebietsweise auch unmäßige Regenfälle. In direkter Folge starben mehr als 50.000 Menschen. Die türkische Regierung berichtete von rund 41.000 Toten, 230.000 zerstörten oder unnutzbaren Gebäuden. Drei Millionen Menschen seien evakuiert worden, rund die Hälfte davon leben auf engem Raum in provisorischen Unterkünften wie Zelten oder Wohncontainern. Auch weiterhin mangelt es an vielen lebenswichtigen Gütern.

In dieser Ausnahmesituation spendete InfectoPharm Arzneimittel gegen Parasiten im Wert von einer Million Euro (Herstellerabgabepreis).

Erste Spende nach Hatay und Gaziantep

Am 11. Februar erreichte InfectoPharm die Anfrage der Zahnärztin Frau Emine Sahin nach Medikamenten. Besonders Mittel gegen Hautparasiten würden unter den derzeitigen hygienischen Bedingungen in der südlichen Türkei stark gebraucht. InfectoPharm veranlasste daraufhin eine erste Hilfslieferung von 5.000 Packungen Ivermectin gegen Krätzemilben mit einem Gesamtwert von rund 200.000 Euro.

Frau Sahin, niedergelassene Zahnärztin aus Wesel, koordinierte die Spende mit den „Weseler Herzen“, einer initiativ gegründeten Gruppe von Ärzten, Helfern und Spendern aus allen Bereichen.

Der Transport der Medikamente erfolgte in die am schwersten betroffenen südlichen Erdbebenregionen. Er wurde begleitet von den Ärztinnen Dr. Nesrin Usta und Dr. Saadet Yesilkaya in Kooperation mit Turkish Airlines und umfasste die ordnungsgemäße Übergabe an die örtlichen Gesundheitsbehörden in den Erdbebenregionen Gaziantep und das 200 Kilometer südwestlich gelegene Hatay. Viele Krankenhäuser in Hatay sind nach dem Erdbeben zerstört und wurden provisorisch in Zelte verlegt.

Ankunft in Gazinantep. Von links: Prof. Dr. Ertan Kara, Dr. Nesrin Usta, Dr, Saadet Yesilkaya. © Prof. Dr. Ertan Kara
 

Für Frau Dr. Nesrin Usta und Frau Dr. Saadet Yesilkaya war dies bereits der zweite Einsatz im Erdbebengebiet, um Hilfsgüter und medizinisches Personal zur Versorgung der Menschen vor Ort zu bringen. Aus der Not und den vorerst nicht vorhandenen Strukturen gründeten sie ihre Organisation „Helpingdocs“. Hierdurch war ein koordinierter Überblick über die Lage vor Ort in der Erdbebenregion möglich, was eine effiziente Bereitstellung für folgende Hilfsgüterleistungen ermöglichte.

Übergabe in Gaziantep und Hatay

Am 24. März 2023 erreichte der Hilfstransport das Gesundheitsministerium in Gaziantep und wurde über die beiden Ärztinnen Dr. Nesrin Usta und Dr. Saadet Yesilkaya sowie Hr. Prof. Dr. Ertan Kara vom Public Health Department der Cukurova Universität Adana an die lokale Gesundheitsbehörde übergeben.

Überprüfung der Arzneimittel-Lieferung. © Prof. Dr. Ertan Kara
 

60 Prozent der Medikamente verblieben hier in der Region zur koordinierten Verteilung an die umliegenden Dörfer, der Rest reiste weiter in die Region Hatay. Mit dabei waren Anwendungshinweise und Patientenratgeber von InfectoPharm in Türkisch und Arabisch zum begleitenden Verteilen an die Patienten.

Zweite Spende im Wert von über 800.000 Euro nach Hatay

Diese erste Spende hat InfectoPharm gezeigt, welch extrem hoher Bedarf an Parasitenmitteln aktuell in den Krisengebieten der Türkei besteht. Mangelnde Hygienemaßnahmen durch zerstörte Infrastrukturen begünstigen Infektionen mit Milben und Läusen.

Deswegen haben wir im März eine weitere, mit 800.000 Euro noch größere Hilfslieferung nach Hatay getätigt. In Zusammenarbeit mit dem Verein Cukurova e. V. Dortmund erreichten 9.082 Doppel-Packungen Ivermectin und 3.500 Packungen eines Läusemittels das Katastrophengebiet.

Wir bedanken uns für die mit so viel persönlichem Engagement und aus tiefer Betroffenheit heraus aufgebauten Netzwerke, die Hilfe überhaupt erst ermöglichen. Unsere aufrichtige Anteilnahme liegt bei den Opfern und deren Angehörigen, Freunden und Helfenden – auch in Deutschland.

 

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Maike Petersen
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